Eva Ruhland - Media Artist

And turn to the left and turn to the right go to the middle and back

2003

       
 
 

And turn to the left and turn to the right go to the middle and back

Eva Ruhland, Alix Stadtbäumer - Objekte, Fotografie, Video, Installation. Stefan Wischnewski - Solo-Polo "Heimspiel". Galerie FOE 156, Oberföhringer Str. 156, 81925 München, 13.9. bis 28.9.2003

   

 

Zum OPEN-ART Wochenende präsentiert auch die Galerie FOE 156 eine neue Ausstellung mit Werken von Eva Ruhland, Alix Stadtbäumer und Stefan Wischnewski.

Anders als das Gros der Münchner Galerien wird die Galerie FOE 156 derzeit nicht von einem Galeristen oder Kurator geführt, sondern in Eigenregie von Bildenden Künstlern. Ungewöhnlich ist auch die Lage der Galerie: Sie befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Luftwaffenlazaretts und späteren Oberföhringer Krankenhauses, mit dessen Auflösung ab 1984 der heutige Bürgerpark entstand. Er ist Sitz diverser Vereine sowie Künstlerateliers.

Situation und Geschichte des Orts tragen massgebend zum Ausstellungskonzept der drei in München lebenden Künstler bei. Ihre Arbeiten befassen sich mit Fragen zu Identifikation, Wohnen und Vereinigung in einer historisch aufgeladenen Arbeits- und Ausstellungssituation.

Mit Objekten, Fotografie, Video und Installation zum Thema bespielen Eva Ruhland und Alix Stadtbäumer die Räume der Galerie. Stefan Wischnewski "dockt" als kurzfristiger Gast mit seinem fahrbaren Solo-Polo-Vehikel vor dem Gebäude an.

Eva Ruhland und Alix Stadtbäumer: Vor Galerie und Atelierfenstern der beiden Künstlerinnen spielt sich das tägliche Leben diverser Vereine ab. In Bezugnahme und Relativierung der eigenen Produktionsbedingungen entstanden Werke, die sich mit den gesellschaftlichen, emblematischen und kunstinternen Konstellationen der direkten Umgebung befassen. "Cross your neighbour" - so lautet symptomatisch einer der "Calls" im Square-Dance-Verein. Dieser bezieht sich genauso auf die Zusammenarbeit der beiden Künstlerinnen, die im Spannungsfeld der geschichtlicher und gegenwärtiger Konstellationen arbeiten.

Stefan Wischnewski: Eine Fahne weht im Schaukasten eines abgestellten Autos vor den Ausstellungsräumen! Dies ist das Heimspiel und zugleich der Auftakt in München für eine Solo-Ausstellungs-Tour: Sie ist Aktion und private Galerie zugleich, die auf Reisen geht und vor diversen Kunsthäusern im In- und Ausland ihren Einstand geben wird. Der abgestellte/angedockte "Showroom", eingebaut in einen Kombi-Autokofferraum, gibt mit der temporären, nicht im Boden verankerten Fahne eine Standortbestimmung vor bzw. kennzeichnet den Ort des Geschehens.

Als eigenständiges Objekt wird der gebaute "Showroom" andererseits zum autonomen, variabel kombinierbaren Ausstellungsstück.

http://www.haltemal.de